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Nachruf Schwester M. Margarete Latzko OSA

Unsere Freude –

unser Friede –

unsere Ruhe –

das Ende aller Mühen –

das ist nur GOTT.

Augustinus Erkl. zu Ps. 84,10

 

Nach zunehmender Altersschwäche und  Wochen der Bettlägerigkeit durfte am 19. Januar 2024  unsere liebe Schwester M. Margarete Latzko OSA im  89. Lebensjahr zu Gott ins ewige Leben heimgehen.

Schwester Margarete wurde am 28.07.1935 als Zwilligskind – zusammen mit Ihrer Zwilligsschwester Maria – in Pressburg in der Slowakei den Eheleuten August und Magdalena Latzko geboren und am gleichen Tag auf den Namen Magdalena getauft. Sie hatte einen Bruder und eine weitere Schwester. Von 1941 – 1944 konnte sie drei Jahre die Volksschule in Pressburg besuchen.

Der Vater wurde 1944 von Partisanen erschossen und so wurde die Mutter mit ihren vier Kindern im Nov. 1944 aus der Heimat vertrieben und gelangte zunächst in das Sudetenland und nach einiger Zeit nach Oberösterreich. Ein Jahr später wurden sie erneut ausgewiesen und kamen nach Deutschland.

In Gerolzahn, Landkreis Buchen, besuchte Sr. Margarete die Volksschule bis zur achten Klasse. Danach war sie in einer Fabrik und im Haushalt tätig.

Noch nicht 18 Jahre alt, trat sie am 1. April 1953 in unsere Gemeinschaft ein. Nach der Kandidatur und dem Noviziat legte sie am 25.03.1958 ihre ersten Gelübde ab und band  sich am 26.04.1961 auf Lebenszeit an unsere Gemeinschaft.

Sie machte am Luitpoldkrankenhaus in Würzburg die Ausbildung zur Krankenschwester, die sie im Mai 1956 mit der staatlichen Anerkennung abschloss. Von 1959 – 1961 war sie im Studienseminar in Münnerstadt als Krankenschwester tätig. Danach ging sie in die ambulante Krankenpflege nach Würzburg in die Pfarrei Heilig Kreuz bis 1978. Dann führte sie ihre Aufgabe nach Arnstein in die Sozialstation St. Nikolaus. In Koblenz-Arenberg machte sie die Zusatzausbildung in Gemeindekrankenpflege und übernahm anschließend die Leitung der Sozialstation in Arnstein.

In Arbeitszeugnissen ist zu lesen, dass Sr. Margarete zuverlässig, pflichtbewusst und mit großem Engagement ihren Dienst tat. Sie war eine geschätzte Unterstützerin der Ärzte mit einer guten Fachkenntnis. Sie hatte ein Herz für die alten und kranken Menschen und verstand es, neben der fachlichen Hilfe auch Trost und Hoffnung zu geben. Ihre Genauigkeit und große Verantwortlichkeit brachte sie aber immer wieder auch in innere Bedrängnis.

1988 begann sie ihre Tätigkeit als Krankenschwester im Augustinerkloster Würzburg auf der Pflegeabteilung. 2002, nach 14 Jahren Krankenpflegedienst bei den Mitbrüdern, kam Sr. Margarete wieder in das Mutterhaus zurück und übernahm für 18 Jahre im Haus Clara den Dienst in der Wohnküche. Sie betreute die Mitschwestern und Bewohner*innen geduldig bei den Mahlzeiten. Dazu war sie für mehrere Mitschwestern eine hilfreiche, gute Fußpflegerin.

Sr. Margarete hat eher still und bescheiden unter uns gelebt. Sie war eine große Beterin, war freundlich, friedliebend und einsatzbereit. Sr. Margarete danken wir für alle Liebe und Hilfsbereitschaft, mit der sie uns beschenkt hat und für ihr langes Wirken als Krankenschwester, von dem viel Segen ausging.

Besonderer Dank gilt Sr. Hildegard, den Pflegerinnen und allen Schwestern, die sich Sr. Margarete in der Zeit ihrer fortschreitenden Demenzerkrankung geduldig angenommen haben.

Wir verabschieden uns von Sr. Margarete und übergeben sie in Gottes Hände, der uns Vater und Mutter und ewige Heimat ist. Seine erbarmende Liebe schenke  ihr ewiges Leben in seiner Nähe.

Für die Kongregation der Ritaschwestern

Schw. Rita-Maria Käß OSA

Generaloberin