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Der 2. Juli 2021 war für die Ritaschwestern in Luzern ein bedeutsamer Tag. Fast 40 Jahre lang war die Leitung des Ritawerks eine wichtige Aufgabe des Konvents Maria Rita gewesen. Nun nahmen die Schwester Abschied von diesem Dienst.

1982 hatten die Schwestern in Luzern das Ritawerk von den Augustinern in Fribourg übernommen. Für ein Jahr kümmerte sich Schw. Julietta Götz um die Belange der Ritaverehrer/-innen, gefolgt von Schw. Remigia Wilhelm, die einige Zeit in diesem Bereich tätig war.

Seit 23 Jahren ist Schw. Paulinia Kohl die Leiterin des Ritawerks. Durch ihre Kreativität, ihre Offenheit und ihr grosses Engagement wurde das Ritawerk zu einem über die ganze Schweiz verbreitetes Netzwerk. Durch unzählige persönliche Kontakte per Telefon, durch Briefe, Emails und in persönlichen Gesprächen begleitete Schw. Paulinia Menschen in ihren Anliegen und Nöten.

Zusammen mit dem Konvent förderte sie die Verehrung der hl. Rita, verwaltete die eingehenden Spenden und konnte dadurch vielen Armen helfen. Immer wieder waren Menschen zu Gottesdiensten und Gebetszeiten nach Luzern eingeladen. In manchen Orten in den Schweizer Regionen gab es viele Jahre lang den „Tag für mich“, an dem sich vor allem Frauen durch die Begegnung mit Gott, der hl. Rita und untereinander neue Kraft holten. Den Festtag der hl. Rita feierten die Schwestern jedes Jahr Ende Mai mit vielen Menschen in Luzern und auch in der Westschweiz.

Für Schw. Paulinia war nun die Zeit gekommen, die Verehrung der hl. Rita, die sie durch ihre charismatische Art gefördert und geprägt hat, in andere Hände zu legen. Marco Cattaneo, Leiter des Justinuswerkes, erklärte sich bereit, das Ritawerk nun wieder nach Fribourg zu holen, wo die hl. Rita auch verehrt wird. Zusammen mit Sr. Hedwig Jöhl, Schwester vom Guten Hirten, soll das Werk im Geist der Ritaschwestern weitergeführt werden.

In einem feierlichen Gottesdienst im Haus Maria Rita in Luzern mit Bischof Charles Morerod aus Fribourg dankten die Ritaschwestern und geladene Gäste Gott für den Segen, der bis heute vom Ritawerk ausgehen durfte. In seiner Predigt stellte Bischof Morerod Jesus Christus in den Mittelpunkt. Immer gehe es im christlichen Leben darum, ihn im Blick zu behalten, ihn zu den Menschen zu tragen wie Maria zu Elisabeth. Die Beziehung zu Jesus Christus war auch das Wesentliche im Leben der hl. Rita.

Am Ende des Gottesdienstes wurde der Übergabevertrag des Ritawerkes unterzeichnet. Dabei wünschte Schw. Rita-Maria Käß, die Generaloberin der Ritaschwestern, dass die Samen, die Schw. Paulina und alle am Ritawerk beteiligten Schwestern ausgestreut hatten, weiterhin wachsen und Frucht bringen mögen. Etwas Guts und Wervolles im Konvent Luzern und der Kongregation gehe zu Ende. Aber mit den Unterschriften zur Übergabe würden sie, Schw. Paulinia und Marco Cattaneo besiegeln, dass Gott alle Wege mitgeht.

"Gott segne weiterhin das Wirken des Ritawerkes zur Ehre Gottes und zur Ehre der hl. Rita - in neuer Weise und am neuen Ort", wünschte Schw. Rita-Maria unmittelbar vor dem Unterschreiben der Vereinbarung zur Übergabe des Ritawerks an das Justinuswerk in Fribourg.

Dann übergab Schw. Paulinia Herrn Cattaneo einige Symbole: Eine Ritakerze als Zeichen für das Licht Christi in unserer Mitte, eine Rose als Sinnbild des Lebens und der Liebe Gottes, die Ritafahne als Ausdruck geschwisterliche Verbundenheit, ein viel gebrauchtes Gebetbuch aus der Gründerzeit zur Wertschätzung des Gebetes und für alle Anwesenden "ein Ritarösli" als Symbol für die spürbare Liebe Gottes in allen Begegnungen.

Bei einem gemeinsamen Mittagessen war dann noch viel Gelegenheit zum Austausch und man war sich einig, in Verbindung zu bleiben.

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