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Am 19. Januar 2021 wurde Ritaschwester Andrea Winter 100 Jahre alt. Den besonderen Geburtstag würdigten die Ritaschwestern im Würzburger Mutterhaus mit einer Eucharistiefeier, einem internen Sektempfang, vielen Liedern und besonderen Überraschungen für die Jubilarin.
Schw. Andrea stammt aus Lebenhan in der Rhön, einem heutigen Ortsteil von Bad Neustadt an der Saale im Landkreis Rhön-Grabfeld. Sie ist mit 27 Jahren ins Kloster eingetreten und folgte damit ihrer jüngeren Schwester, die drei Jahre davor Ritaschwester geworden war. Schw. Andrea und Schw. Barbara sind immer noch ein Herz und eine Seele. Die beiden Ordensfrauen stießen am Jubel-Geburtstag gern und fröhlich auf sich und ihre Rhöner Heimat an.
 
Schw. Andrea ist eine tüchtige, weiterhin rüstige Frau, die gern lacht. Sie pflegte lebenslang eine intensive Beziehung zu Gott. „Dieser Geburtstag ist nicht mein Verdienst sondern ein Geschenk Gottes“, betont die 100-Jährige und gesteht, dass sie „dem lieben Gott sehr dankbar“ ist. Er habe sie auf ihrem Lebensweg beschützt. Unter seinem Segen könne sie mit Vertrauen weiter gehen.
 
„Wenn ich noch einmal auf die Welt käme, würde ich wieder Ritaschwestern werden“, versicherte Schw. Andrea an ihrem Ehrentag und sagte allen Gratulanten „Vergelt’s Gott für alles, alles“. Dass der Würzburger Oberbürgermeister ihr Grüße und Blumen geschickt hat, freute sie „ganz arg“. Die Segenswünsche der Mitschwestern, deren Gebete, Gedichte und netten Überraschungen nahm sie herzlich entgegen.
 
Auf ihrem 100-jährigen Lebensweg hat Schw. Andrea einen enormen Wandel in der Gesellschaft, der Kirche und im Ordensleben erfahren und kann auf bedeutende Entwicklungen zurück schauen. Von Beruf war sie gelernte Krankenschwester. Sie übte ihren Pflegeberuf an vielen Orten aus und war zeitweise Novizenleiterin und Oberin. In den letzten Jahren brachte sie sich aktiv im Nähzimmer der Ordensgemeinschaft ein.
 
Schw. Andrea ist nach Schw. Amalie Weis und Schw. Stanisla Zenkert die dritte Ritaschwester, die 100 Jahre alt wurde. „Gott ist treu. Er geht alle Wege mit und auch wir stehen an deiner Seite“, versicherte Generaloberin Schw. Rita-Maria Käß.
 
Trotz des kleinen Rahmens der großen Feier im Zeichen der Corona-Auflagen wurde der 100. Geburtstag bei den Ritaschwestern würdig und auch lustig gefeiert. Schw. Andrea wurde mit einem „goldenen Kranz auf dem Haupt“ geschmückt, bekam einen roten Herz-Luftballon in die Hand, wurde mit Glitzersternen überworfen und mit Sternwerfern umringt.
 
Pater Siegfried Milz von den Mariannhiller Missionaren wünschte zum Geburtstag Gottes Segen und würdigte die Lebenshingabe der Ordensschwester. „Ein Danklied sei dem Herrn für alle seine Gnade“ sangen die Ritaschwestern an Schwester Andreas Jubeltag.

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