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Am 27. November 1941, vor 80 Jahren, hatten die Nationalsozialisten die ersten 202 jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Würzburg deportiert.

Mitten in der Nacht wurden die Menschen aus ihrem gewohnten Leben gerissen und mussten sich auf den Weg in eine ungewisse Zukunft machen.

Zu diesem Zeitpunkt war unsere Schwester Elisabeth Wenzel noch im jüdischen Altenheim in der Konradstraße tätig und hatte wohl "aus nächster Nähe die Vorbereitungen miterlebt", wie Roland Flade in seinem Buch Dem Leben dienen. Die Ritaschwestern und die Würzburger Juden. schreibt.

David Schuster, der frühere Leiter der israelitischen Gemeinde in Würzburg, sagte vor vielen Jahren Schülerinnen der Familienpflegeschule der Ritaschwestern nach einer Führung in der Synagoge: "Die Schwester Elisabeth hat unseren Leuten buchstäblich Lebewohl gesagt." Auch über sein Leben schreibt Roland Flade im Buch, sowie über das Schicksal anderer jüdischer Menschen, die unsere Schwestern gekannt und ihre Dienste geschätzt hatten.

"Ob unser Buch und das Lebenszeugnis unserer Schwestern ein kleiner Beitrag sind, Vorurteile abzubauen und den Antisemitismus einzudämmen? Es wäre zu wünschen und ist zu hoffen. Dieses Anliegen braucht heute wieder besonders das Lebens- und Glaubenszeugnis von uns, von vielen in der Kirche und in der Gesellschaft," schreibt Generaloberin Schw. Rita-Maria Käß im Vorwort des Buches.

Es ist an der Pforte des Mutterhauses und im Exerzitienhaus Himmelspforten erhältlich und wird in verschiedenen Buchhandlungen in Würzburg, Schweinfurt und Volkach angeboten.

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