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„Ganz neue Erfahrungen“, unter dieser Überschrift stand heute (21.04.) ein Artikel von Ritaschwester Carmen Fuchs in der Main-Post. Da geht es um die „Wellness-Therapie beim Händewaschen“.

Dort steht als Einleitung: „Händewaschen ist nichts Neues. Aber in Corona-Zeiten hat dieser einfache Akt eine viel größere Bedeutung bekommen. Schwester Carmen Fuchs von den Ritaschwestern hat den Wellness-Aspekt des Händewaschens entdeckt.“

Schw. Carmen schreibt: Natürlich weiß ich, seit 70 Jahren, wie frau/man sich die Hände wäscht: Hände unters Wasser - kurz Seife dazu - Wasserhahn zu - Seife schnell verreiben - unterm Wasser abwaschen - am Handtuch abtrocknen - fertig - weiter - die nächste Aufgabe …

Jetzt aber habe ich etwas Neues entdeckt: Da die täglichen Aufgaben weniger geworden sind, der Tag entschleunigter ist, da - dank Corona - mehr Händewaschen angesagt ist: Ich reibe die Hände mit dem Seifenschaum - und siehe: Je länger ich die Hände im Schaum bewege, umso mehr entfaltet sich der Schaum. Es ist genussvoll, sanft die Innenflächen der Hände zu reiben und jedem Finger seine Schaum-Massage zu gönnen. Mit allen Sinnen bin ich dabei in diesem einfachen Tun. Wie gut das tut! Schaum-Bad für die Hand-Seele, mehrmals am Tag.

Irgendwann wird dann doch der Wasserhahn aufgedreht und die Hände genießen zum Abschluss die warme oder kühle Wasserdusche. Abwaschen, was an trüben Gedanken durch meinen Kopf geht und als dunkle Last gerade auf der Seele liegt, mich freuen am Geschenk des fließenden Wassers. Die Hände neu erleben: Ich bin meine eigene Wellness-Therapeutin.

Auch das Abtrocknen geschieht achtsamer: ein Tropfen Handcreme, zart verteilt, meine Hände freuen sich und sind bereit für die nächste Aufgabe. Ob ich diese Hand-Erfahrungen hinüberretten kann in die Zeit danach?

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