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Eine sechstägige Flugreise zur heiligen Rita nach Cascia in Umbrien/Italien hat eine 30-köpfige Reisegruppe gemacht. Sechs Ritaschwestern waren dabei, dazu Pfarrer Robert Borawski und der Militärpfarrer Johannes Müller aus Veitshöchheim. Die Gruppe setzte sich zusammen aus den Ritaschwestern, Mitarbeiterinnen, Mitgliedern der Weggemeinschaft der Ritaschwestern sowie Ritafreunden aus Düsseldorf, Veitshöchheim und Würzburg.

Fast den Flug verpasst hatte die Gruppe am 29. September 2018 in den Morgenstunden, weil die Kontrolle im Frankfurter Flughafen lange dauerte. Aber mittags konnten pünktlich die Zimmer in Cascia bezogen und bei bestem Wetter die Stadt erkundet werden. Abends führte Schw. Carmen die Reisegruppe spirituell in die Pilgertage ein.

Der zweite Tag, ein Sonntag, begann nach dem Morgengebet und Frühstück mit einem Gottesdienst im „Saal des Friedens" in Cascia. Auf Italienisch! Später erklommen die Pilger aus Würzburg jeder nach eigenem Tempo den Aufstieg zur Augustinerkirche, in der die hl. Rita angeblich getauft wurde. Dort war ein Wortgottesdienst zum Thema Taufe. Und Schw. Elisabeth verteilte Bonbons zur Stärkung nach dem Aufstieg.

Am dritten Reisetag ging es nach Roccaporena, dem Geburtsort der heiligen Rita. Die Wanderung war schön und es hat allen gefallen, die Orte der Kindheit und der Jahre der Zeit zu sehen. Hier hat die heilige Rita bei ihren Eltern gelebt, geheiratet, Kinder bekommen und oft den Berg Scoglio bestiegen, um dort zu beten. Das haben die Pilger aus Würzburg nun auch gemacht. Die vielen Zeugnisse gläubiger Menschen am Wegrand zum Gipfel hat die Reisegruppe berührt. In Roccaporena haben die „Würzburger" besonders um Frieden in der Welt gebetet und in der alten Kirche Gottesdienst gefeiert. Die heilige Rita hatte dort geheiratet. Deshalb wurden die Eheleute und jeder Einzelne dort gesegnet. In Roccaporena sind auch die Zettel mit den mitgebrachten Gebetsbitten verbrannt worden.

Am Dienstag, dem 4. Reisetag, besuchte die Reisegruppe das Augustinerinnenkloster in Cascia. Der Rosenstock, der Brunnen sowie der Prunksarkophag, in dem von 1457 bis 1745 der Leichnam der hl. Rita ruhte, konnten besichtigt werden. Ein Teil der Gebäude des heutigen kontemplativen Ordens ist noch aus der Zeit der heiligen Rita. Sie war eine Augustinerin und lebte nach dem Tod ihres Mannes und ihrer Kinder in diesem Kloster.

Der Tag vor der Abreise stand im Zeichen der heiligen Rita als Friedensstifterin. Vor der Franziskanerkirche haben die Pilger aus Würzburg gebetet. In die Kirche konnten sie nicht, weil sie beim Erdbeben vor zwei Jahren zerstört wurde. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Eine Gruppe fuhr nach Norcia, dem Geburtsort des heiligen Benedikt. Das Erdbeben 2016 hat hier alle Kirchen zerstört und die Straßenzüge weisen noch schwere Schäden auf. Trost gibt allein die Figur des heiligen Benedikt. Sie hat dem Erdbeben standgehalten.

Am Donnerstag, dem 4. Oktober, ist die Reisegruppe gegen Mittag wieder gut und pünktlich daheim angekommen. Es waren erfüllende Tage in Cascia.

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