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Würzburg (POW) Rund 120 Ordensfrauen aus verschiedenen Ordensgemeinschaften haben am Samstag, 24. November, im Würzburger Ursulinenkloster an einem diözesanen Studientag zum Stundengebet teilgenommen. Veranstalter war die Arbeitsgemeinschaft der Frauenorden (AGFO) im Bistum Würzburg.

Der Einstieg erfolgte mit dem gemeinsamen Beten der Terz. Dr. Stephan Steger, Liturgiereferent des Bistums, erläuterte die Bedeutung der Stundenliturgie. Diese werde dem jesuanischen Anspruch „Betet ohne Unterlass!" gerecht.

Neben der Eucharistiefeier sei die Tagzeitenliturgie quasi das „zweite Standbein" im geistlichen Leben. In ihr finde das seine Fortsetzung, was in der Eucharistie gefeiert wird, und zugleich bereite das Stundengebet darauf vor. Denn das heilbringende Wort Gottes nehme in der Stundenliturgie einen besonderen Platz ein, betonte der Liturgiereferent.

In einem weiteren Schritt gab er einen Überblick über die geschichtliche Entwicklung des Stundengebetes und veranschaulichte diese durch verschiedene Hörbeispiele, zum Beispiel aus der koptischen Liturgie sowie aus der syrischen Tradition.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen gab es fünf Workshops zum Thema. Diese setzten sich mit der Verbindung der Stundenliturgie mit der Wort-Gottes-Feier, der Gestaltung der Psalmen, dem Taizé-Gebet, dem Lucernarium und der Verbindung des Stundengebets mit der eucharistischen Anbetung auseinander.

Nach den jeweils einstündigen Workshops gab Steger noch Anregungen zu neuen Formen der Stundenliturgie. Mit der gemeinsamen Vesper in der Antoniterkirche endete der Studientag. Alle Teilnehmerinnen waren sich einig, dass dieser Tag eine große Bereicherung dargestellt und zu einer Verlebendigung des Stundengebets der Ordensleute beigetragen habe.

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