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Am 29. und 30. Oktober 2018 waren 42 Frauen und Männer aus der Pfarreiengemeinschaft Sanderau mit einer Andreas-Pilgerreise unterwegs. Ziel waren die beiden Kirchen St. Andreas in Köln und Düsseldorf. Die Pfarrei St. Andreas feiert nämlich in diesem Jahr ihr 50-jähriges Weihejubiläum ihrer Krche. Deshalb gibt es eine Reihe an Jubiläumsveranstaltungen. Die Pfarrei St. Andreas gehört wie die Ritaschwestern, die Claretiner und die Pfarrei St. Adalbero zur PG Sanderau. Von den Ritaschwestern waren Vikarin Schw. Elisabeth Stahl und drei Mitarbeiterinnen bei der Pilgerfahrt dabei. Hier ist der Reisebericht:

„Wir feiern St. Andreas", unter diesem Motto gibt es in diesem Jahr eine Reihe Veranstaltungen anlässlich der Weihe der Pfarrkirche am 30. November 1968 durch Bischof Josef Stangl. Damit bekam die zum 1. Oktober 1965 gegründete Pfarrei St. Andreas im Würzburger Stadtteil Sanderau in der Breslauer Straße ein eigenes Kirchengebäude. Als Kirchenpatron wählte die neue Pfarrei mit dem heiligen Apostel Andreas den ersten Jünger Jesu. Er war ein Fischer aus Kafarnaum und der Bruder von Simon Petrus. Der treue Glaubensbote und mutige Blutzeuge sollte für die Gemeinde Vorbild und Fürsprecher sein. Höhepunkt des Jubiläumsreigens wird ein „St. Andreasfestgottesdienst zum Weihejubiläum" am Sonntag, dem 2. Dezember 2018 um 10:30 Uhr mit Dekan Dr. Jürgen Vorndran und dem Adalberochor unter der Leitung von Stefan Walter sein.

Zu den Besonderheiten des Jubiläumsjahres gehört die „Andreaswallfahrt" mit 42 Teilnehmern aus der Pfarreiengemeinschaft Sanderau. Unter der Leitung von Martin Hümpfner, dem Vorsitzenden des Gemeindeausschusses, waren die Andreaskirchen in Köln und Düsseldorf das Ziel der Busreisenden. In beiden Kirchen feierten die Pilgerinnen und Pilger aus Würzburg einen Gottesdienst und erhielten eindrucksvolle Führungen durch die Dominikaner Pater Christoph J. Wekenborg in Köln und Pater Elias H. Füllenbach in Düsseldorf. Dabei erfuhren sie nicht nur die Besonderheiten der Bau- und Kunstwerke, sondern lernten auch neue Aspekte ihres Kirchenpatrons Andreas kennen. Die Spiritualität der Pilgerreise wurde auch bei den gemeinsamen Morgen- und Abendgebeten, bei gesungenen Andreasliedern in den Kirchen und durch die Jubiläums-Andreasfahne deutlich, die bei allen Aktivitäten mitgetragen wurde.

Für die Pilgergruppe war es eine besondere Ehre, dass Bischof em. Friedhelm Hofmann in Köln ihr Reiseleiter war. Er zelebrierte den Gottesdienst in der Andreaskirche in Köln und führte die Würzburger durch die Basilika St. Ursula in der Altstadt mit ihrer Goldenen Kammer und durch den Kölner Dom. 30 Jahre lang war Bischof Friedhelm dort Dompfarrer und später Weihbischof gewesen. Er kennt die Kathedrale wie kaum ein anderer und zeigte der Pilgergruppe aus Würzburg nicht nur den berühmten Dreikönigsschrein, sondern auch den Altar der Stadtpatrone, das monumentale Gero-Kreuz, die über vier Meter hohe Original-Architekturzeichnung der Westfassade des Doms aus dem Mittelalter, die Sakristei oder den Beichtstuhl, in dem er während seiner Zeit in Köln unzählige Stunden und Pilgern aus aller Welt die Beichte abgenommen hatte. Die eindrucksvolle, fundierte und innige Führung durch Bischof Friedhelm ging allen Teilnehmern der Andreaswallfahrt zu Herzen.

Übernachtet hat die Pilgergruppe im Maternushaus in Köln, einem Tagungshaus des Erzbistums Köln in der Nähe des Doms. In Düsseldorf erfuhren die Würzburger bei einer Busrundfahrt von einer Führerin die Besonderheiten der Stadt und der Kirche St. Lambertus. Sie ist das Wahrzeichen der historischen Kernstadt und beherbergt einen Schrein mit Reliquien des Hl. Apollinaris. Er wird seit 1394 als Stadtpatron Düsseldorfs verehrt.

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