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Die Ritaschwestern haben ihren Konvent Marienfried im Würzburger Steinbachtal aufgelöst und sich nach dem Verkauf des Grundstücks Zeit genommen für den Auszug. Am Mittwoch, dem 13. März 2019, hat Provinzial Augustinerpater Alfons Tony mit Genehmigung des Würzburger Bischofs Franz Jung die Kapelle in Marienfried aufgelöst. Ritaschwester Scholastika Dietrich beschreibt diesen bewegenden Moment für die Ritaschwestern und die Mitglieder ihrer Weggemeinschaft:

Nachdem wir unser Haus und Garten in Marienfried im letzten Jahr verkauft haben und im schon Herbst 2018 mit Wehmut Abschied gefeiert haben, wurde nun am 13. März 2019 die Kapelle, das geistliche Zentrum dieses Hauses, in feierlicher Weise aufgelöst.

Dies musste vom Bischof Franz genehmigt werden. Dieser schrieb an die Generaloberin, Schw. Rita-Maria Käß: „Dieser Bitte entsprechend weise ich hiermit die Auflösung der Kapelle an und beauftrage mit der Durchführung Herrn Provinzial P. Alfons Tony OSA."

Weiter schreibt Bischof Franz: „Wir können froh und dankbar sein, für den Dienst der Schwestern an den Menschen und im Gebet. All das wird seinen Bestand haben. Den Schwestern wünsche ich für ihr weiteres Engagement in der Nachfolge Christi an anderem Ort von Herzen Gottes reichen Segen. Bleiben wir im Gebet verbunden."

Es war eine sehr berührende und bewegende Feier. Sie begann im Meditationsraum von Marienfried. Dort feierte P. Alfons acht Jahre lang mit dem Konvent einmal im Monat Eucharistie. Nach der Eröffnung des Gottesdienstes wurden die Ikonen von den Wänden genommen und unter Kyrie-Rufen in Prozession in die Kapelle gebracht.

Dort hatten die Schwestern Carmen und Gerlinde schon alle liturgischen Gegenstände vor dem Altar aufgebaut und mit Lichtern geschmückt. Außerdem hatten sie Schneeglöckchen aus dem Garten dazugestellt. Mit einem Glorialied folgte der Weitergang des Wortgottesdienstes.

Die Lesung aus Kohelet brachte zum Ausdruck, dass unser Leben ein ständiger Wandel ist. Im Evangelium nach Mt 6,28 wurde uns - auch durch die Predigt von P. Alfons - ins Bewusstsein gerufen, zu sehen, worum wir uns wirklich Sorgen machen sollten.

Der Dank und die Bitten wurden in der Gabenprozession zum Altar gebracht. Alle Mitfeiernden bildeten zum Vater unser einen Kreis, der die ganze Kapelle einschloss. In diesem Kreis fand die Kommunionausteilung unter beiden Gestalten statt.

Die Gottesdienstfeier wurde beendet mit der Beweihräucherung des Altares, des Tabernakels und aller liturgischen Gegenstände, sowie der ganzen Kapelle. Der Weihrauchduft sollte noch einmal die Wertschätzung der Kapelle ausdrücken. Danach löschte P. Alfons eine Kerze nach der anderen aus. Dieser Moment war sehr ergreifend und verdeutlichte die Auflösung der Kapelle in besonderer Weise.

Der Weggottesdienst fand seine Fortführung in einer Fußprozession mit dem Allerheiligsten und den liturgischen Geräten von Marienweg bis zum Mutterhaus. Auf dem Weg durch die Straßen von Würzburg sangen die rund 30 Prozessionsteilnehmer ein Taizélied. Jeder und jede trug einen liturgischen Gegenstand (Monstranz, Kelch, Ikone ...) mit sich.

In der Mutterhauskapelle wurden die liturgischen Gegenstände vor den Altar gestellt. Sie werden später verteilt. Zum Abschluss erteilte P. Alfons den Schluss-Segen. Danach waren alle Anwesenden zum Abendessen im Refektor eingeladen.

Schw. Scholastika Dietrich OSA

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